Schröpfen, Moxibustion & Gua Sha –
ergänzende TCM-Methoden für tiefe Wirkung
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Schröpfen
Beim Schröpfen wird meist mit Glaskugeln ein Vakuum auf Akupunkturpunkten oder einem indizierten Hautareal erzeugt. Der lokale Saugreiz regt die Blutzirkulation an, löst Stauungen im Energie-Qi-Fluss, leitet Hitze ab und entzieht dem Körper Giftstoffe. Schröpfen kann eine heilende Wirkung entfalten bei Erkältungen, Allergien, chronischen Schmerzen und zahlreichen weiteren Beschwerden. Die Behandlung regt den Stoffwechsel an und normalisiert erhöhte Spannungen im Gewebe. |
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Moxibustion Akupunkturpunkte oder indizierte Hautareale können auch mit so genannten Moxazigarren (aus Beifussblättern – Artemisia vulgaris - gedrehte Stangen) mit Wärme stimuliert werden. Dies fördert den natürlichen Energie-Qi-Fluss und fördert die Durchblutung. Die Behandlung kommt vor allem zur Anwendung, wenn die Kraft des kalten Yin überwiegt und das Yang aufgebaut werden soll. Sie wirkt somit u.a. gegen Schwächezustände und Kältegefühle. |
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Gua Sha
Gua heisst Schaben und Sha steht für akute Krankheit. Mit einem Schaber wird die zuvor eingeölte Hautoberfläche entlang dem Meridianverlauf oder Muskeln in gleichmässigen Strichen geschabt, bis dort starke Rötungen bis zu Einblutungen der Haut entstehen. Ca. 3 – 4 Tage nach der Behandlung verschwindet die Einblutung wieder. Gua Sha fördert die Durchblutung in der Tiefe, unterstützt den natürlichen Lymphfluss, lindert Schmerzen, entspannt die Muskulatur, stärkt das Immunsystem und aktiviert den Stoffwechsel und die Ausscheidungsfunktion der Haut. |
Häufige Fragen zu Schröpfen, Moxibustion & Gua Sha
Schröpfen ist in der Regel nicht schmerzhaft. Der Saugreiz auf der Haut kann etwas ungewohnt wirken, wird aber von den meisten Patientinnen und Patienten als angenehm empfunden. Nach der Behandlung können vorübergehend rötliche oder bläuliche Abdrücke auf der Haut entstehen — das ist normal und verschwindet nach wenigen Tagen.
Schröpfen regt die Blutzirkulation an, löst Stauungen im Qi-Fluss, leitet Hitze ab und fördert die Ausleitung von Schadstoffen. Es wirkt unterstützend bei Erkältungen, Allergien, chronischen Schmerzen, Verspannungen sowie bei erhöhten Gewebespannungen. Die Behandlung regt zudem den Stoffwechsel an.
Bei der Moxibustion werden Akupunkturpunkte mit der Wärme von glimmenden Moxazigarren (aus Beifussblättern — Artemisia vulgaris) stimuliert. Die Behandlung fühlt sich angenehm wärmend an. Sie kommt vor allem zum Einsatz, wenn das Yang gestärkt werden soll — zum Beispiel bei Schwächezuständen, Kältegefühlen oder Erschöpfung.
Die rötlichen bis bräunlichen Verfärbungen nach einer Gua-Sha-Behandlung sind kein Bluterguss, sondern sogenannte Sha — sie entstehen durch die erhöhte Durchblutung im Gewebe und zeigen, dass die Behandlung wirkt. Die Verfärbungen verschwinden in der Regel nach 3–4 Tagen vollständig.
Eine Kostenbeteiligung ist je nach Zusatzversicherung möglich. Als eidg. dipl. Naturheilpraktikerin für TCM bin ich bei EMR und ASCA anerkannt. Ich empfehle, vor der Behandlung bei Ihrer Krankenkasse nachzufragen, ob diese Therapiemethoden in Ihrem Vertrag enthalten sind.