|
Follow-up zum Beitrag «Heuschnupfen» (April 2020) Allergien – vor allem Heuschnupfen und Asthma – nehmen zu, oft durch Luftverschmutzung und Feinstaub.[1][2] Neben Umweltfaktoren wie Feinstaub spielt auch die individuelle Konstitution eine grosse Rolle – hier setzt die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) an. Im ersten Beitrag habe ich erklärt, wie Heuschnupfen aus TCM-Sicht entsteht und warum eine Behandlung vor der Pollensaison sinnvoll ist. Heute möchte ich einen Schritt weitergehen: Was zeigt die aktuelle Forschung – und warum ist eine konsequente Behandlung mehr als nur Symptomkontrolle? Der «Etagenwechsel» - allergisches Asthma Etwa 20-40% der Menschen mit allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) entwickeln im Laufe der Zeit auch allergisches Asthma.[3] Das wird manchmal als "Etagenwechsel" oder "Allergic March" bezeichnet - die Allergie "wandert" sozusagen von den oberen Atemwegen (Nase) in die unteren Atemwege (Bronchien). Risikofaktoren für einen Etagenwechsel - Unbehandelte oder schlecht kontrollierte allergische Rhinitis - Mehrere Allergien gleichzeitig (z.B. Hausstaubmilben, Schimmelpilze etc.) - Früher Beginn des Heuschnupfens - Starke Symptome - Familiäre Allergiebelastung (allerg. Asthma, Neurodermitis, Heuschnupfen) Wie kann TCM unterstützen? TCM – vor allem Akupunktur – kann als Ergänzung zur Schulmedizin unterstützend wirken bei Heuschnupfen.[4][5] Studien zeigen, dass Akupunktur das Immunsystem positiv beeinflusst, entzündungshemmend wirkt und Symptome wie verstopfte Nase, Niesen, Juckreiz und laufende Nase lindert, was die Lebensqualität steigert. TCM kann Symptome so stark lindern, dass der Bedarf an Nasensprays und Antihistaminika reduziert werden kann.[8] Zusätzlich gebe ich gerne Ernährungs-Tipps für ein vielfältiges Mikrobiom. Die moderne Forschung zeigt, dass das Darmmikrobiom eine wichtige Rolle bei Allergien spielt. Ich setze auch westliche Kräuter nach TCM-Logik ein, welche Symptome lindern und die Atemwege beruhigen können, während sie das Immunsystem insgesamt stärken. Wann ist ärztliche Abklärung zwingend? Warnzeichen wie pfeifende Atmung (Giemen), Atemnot bei Belastung, nächtlicher Husten oder reduzierte Belastbarkeit müssen immer pneumologisch/allergologisch abgeklärt werden. Auch bei starkem Heuschnupfen mit Etagenwechsel-Risiko empfehle ich die Abklärung beim Allergologen. Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung, als Spritze oder Tablette) ist die einzige Methode mit klarer Evidenz, den Etagenwechsel aktiv zu verhindern oder das Risiko deutlich zu senken.[6][7] TCM und Immuntherapie schliessen sich nicht aus – sie ergänzen sich gut. Fazit Eine frühzeitige, ganzheitliche Behandlung von Heuschnupfen kann den Etagenwechsel zum Asthma verhindern. Die Kombination aus schulmedizinischer Abklärung/Behandlung (Nasensprays, Antihistaminika, spezifische Immuntherapie) und unterstützender TCM bietet die besten Chancen für nachhaltige Linderung. Optimal ist es ca. 2-3 Monate vor der Pollensaison mit der TCM-Therapie zu beginnen um das Abwehrsystem zu stabilisieren, ein späterer Start ist aber jederzeit möglich. Hier geht's zu meinem Angebot Quellen:
[1] https://www.meteoschweiz.admin.ch/ueber-uns/meteoschweiz-blog/de/2024/05/heuschnupfen-nimmt-zu-wegen-klimawandel.html [2] https://www.allergieberatung.de/wie-feinstaub-allergien-verstaerkt-und-ausloest [3] https://www.allergieinformationsdienst.de/therapie/spezifische-immuntherapie-hyposensibilisierung [4] https://natuerlich.thieme.de/therapievergleich/akupunktur-bei-allergien-441 [5] https://www.allergieinformationsdienst.de/aktuelles/news/artikel/helfen-chinesische-kraeuter-bei-allergischem-schnupfen [6] https://www.gesundheitsinformation.de/hyposensibilisierung-spezifische-immuntherapie-bei-heuschnupfen.html [7] https://www.lungenaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/langfristiger-schutz-vor-etagenwechsel-zu-asthma/ [8] SpringerMedizin: ACUSAR-Studie - Akupunktur bei allergischer Rhinitis www.springermedizin.de/akupunktur-bei-patienten-mit-allergischer-rhinitis-analyse-der-s/7969806
0 Comments
Leave a Reply. |